Der Seelen-Raum ist ein unbeschriebenes Blatt, ein leerer Raum, eine Möglichkeit die von jedem Menschen auf ganz individuelle Weise gefüllt werden kann – und deshalb hat die Menschheit eine Chance, weil nichts verändert werden muss, sondern die Räume gefüllt werden mit einzigartigem Potential.

Im letzten Artikel hab ich von den Erfahrungswelten und Erlebnisräumen gesprochen… und vom Seelen-Raum, der bei manchen Menschen noch leer ist, oder nur schemenhafte Bilder aufweist.
In meiner Wahrnehmung ist dieser Raum grundsätzlich bei allen Menschen angelegt und kann, wenn die Seele bereit ist „gelesen“ werden. Es ist ein Prozess des Er-Innerns der Seelen-Qualitäten, die den ursprünglich vergessens-leeren Raum er-füllen.

Das Spiel auf der Erde ist ein Spiel des Er-Innerns – daraus generiert sich Schöpfung und aus der Schöpfung die wir erfahren, generiert sich Er-Innerung. Es gibt also kein Ziel das zu erreichen wäre, im Sinne von Fortschritt und technischem Know-How oder im Sinne von Glück, Wohlstand und Reichtum. Diese Ziele sind Hilfsmittel für Erfahrung, damit das Seelenpotential erinnert und damit zu uneingeschränktem Ausdruck erblühen kann.

In einer Welt, in der die Seelen-Räume erfüllt und interaktiv sind, gibt es selbstverständlicher Weise Fülle in jeglichem Zusammenhang und Frieden ohne Sicherung, weil es überhaupt keinen Grund mehr dafür gibt, entweder Recht zu haben oder irgend jemand anderem etwas weg zu nehmen. Wie absurd sind Glaubens-Kriege und „Glaube“ an sich, wenn das göttliche Potential voll zum Ausdruck kommt. „Göttlich“ in diesem Zusammenhang ist nur ein Wort, ist eine beschreibende Formulierung die einen Raum von Weite und Möglichkeiten erzeugen soll – nichts weiter, oder besser: nichts Geringeres. Sonst sind wir nämlich schon ganz schnell wieder in der Glaubens-Unterscheidung.

In dem ich das schreibe und ins (geistige) „Netzwerk“ entlasse, kann ich sehen wie kontroverse Erfahrungs-Räume aufspringen – davon ganz viele – und ein hohes Potential von Diskussion entsteht. Noch sind diese Räume unbenutzt, aber im selben Moment angelegt, in dem ich Worte – wie „göttlich“ –  benutze, die auf so vielfältige Weise schon definiert worden sind.

Und doch ist es einfach nur der Ausdruck meiner Seele, eine bestimmte Spielart in der materiellen Welt, die ich gewählt habe, um auszudrücken was zum Vorschein kommen will. Es ist nicht die Wahrheit aber aus der Wahrhaftigkeit gesprochen, ein herzberührender Strom von Worten die durch mich in die Tasten fließen – eben auf meine ganz individuelle Weise.

Wenn ich das auf diese Weise ausführe, merke ich, wie mir das Herz warm wird, wie ich in mir Erlaubnis fühle das Drängen in mir zum Ausdruck zu bringen und ich spüre gleichzeitig die Grenze die mich bislang motiviert hat zu schweigen. Wenn diese gesprochenen Worte in den Seelen-Raum eingelassen werden, wirken sie, weil ihre Schwingung die Räume berührt und diese völlig ohne Ziel, Er-Innerung erzeugen können, ganz nach der individuellen und persönlichen Bereitschaft.

Wenn diese Worte aber in den definierten Erfahrungs-Räumen eintreffen, dann wirken sie auf das definierte Energie-Muster und – je nach individueller Wahrnehmung – lösen sie dann die entsprechende Wirkung aus. Darin ist alles möglich, von Widerstand und Ablehnung bis hin zu Festhalten und Anhaften. Für die gewählte Reaktion ist natürlich jeder selbst verantwortlich, aber all zu oft werden die Worte in einer hinzugefügten Bedeutung verantwortlich gemacht und damit der Urheber, der Sender der Worte – in diesem Falle ich.

Ich möchte das Gesagte von meiner Person und auch von den Worten wieder ein wenig ins Allgemeine rücken, denn das ist ja nur eine Ausdrucksform. Was immer wir wahrnehmen in der Welt dient dazu, die Interpretation dieser Wahrnehmung zu entlarven und sich zu erinnern an das, was wir fein verpackt in unserem Rucksack ständig dabei haben: Unser Seelen-Potential. Mit jeder Erfahrung, die das Herz berühren durfte, nehmen wir eine Schicht des Schleiers weg, der im Ursprung – beim Eintreten in die materielle Welt – darüber gelegt wurde um genau diese Erfahrungen zu machen die ihn wieder lüften. 

Also nochmal: Wichtig ist, dass die Erfahrungen unser Herz berühren dürfen, damit wir in die Liebe, in unsern Seelenraum kommen, sonst bleibt es diese oberflächliche Wahrnehmung

Ohne dass wir es wissen, berühren wir damit der Schöpfung vielfältige Möglichkeiten mit einem „Ja“ und einem tiefen Verstehen der Zusammenhänge, was uns immer tiefer in die Liebe eintreten läßt – und schon ist die Schöpfung „perfekt“…

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Indem unsere Welt aber im Moment Ziel-Orientiert definiert ist, werden die Erfahrungen nach ihrer Wirkung auf das Ziel untersucht und dann verändert, damit das Ziel verwirklicht werden kann. Erfahrung wird dann zu einem technisierten Ursache-Wirkungs-Prinzip, das in vielen Fällen Herz-Berührung nicht mehr zulässt. Das funktioniert super und die größten Meister darin sprechen dann von Erfolg. Die ursprüngliche Motivation, die durchaus aus dem Seelen-Raum kommen kann, wird dann auf ein paar mechanistische Attribute reduziert und Berührtheit wird als hinderliche Emotion vermieden. Damit wird unsere große Kraft, unser Potential, unsere unerschöpfliche Quelle zu einem Teil eines Riesen-Generators, der ein Spiel antreibt in das wir gleichzeitig verstrickt und gebunden sind. Das nennen wir Leben, bis wir mit 67 erschöpft in die Rente eintreten, für die wir hoffentlich gesorgt haben und wir noch solange verweilen dürfen, bis unser geschundenes „Fahrgestell“ aufgibt.

Das Schöne an dem Spiel ist, dass es um das Spiel selbst garnicht geht – also, wie schon gesagt, wir uns nicht um ein bestimmtes Ergebnis kümmern müssen. Ich weiß, wie stark dieses Trugbild ist und wie vielfältig die Ängste sind, die dadurch ausgelöst werden. Ich weiß, wie stark der Sog des Erfolges ist, der in uns immer wieder die Versuchung wachruft die immer gleichen Mechanismen zu bedienen, in der Hoffnung, doch ein Stück von dem, viel zu kleinen, Kuchen abzubekommen.

Ich weiß aber auch, wie leicht es sich anfühlt, wenn die Seele übernimmt, – wie jetzt in diesem Moment, indem ich diese Zeilen schreibe – wie selbstverständlich es sich anfühlt, frei und kreativ zu sein wie ein Kind das keinen Terminkalender kennt. Ich weiß auch, wie tief diese Berührung sein kann, wenn das Herz sich öffnet und jegliche Angst vor Verletzung fallen lässt. Ich kenne die Momente, in denen die Gewissheit von der Ewigkeit der Seele so groß ist, dass es nichts zu fürchten gibt.

Und ich sehe Bilder einer Welt in der die Seelen-Räume geöffnet sind und das ewige Gerangel um Anteile verschwunden ist. Ein Blick in eine andere Welt, die längst schon angelegt ist und die nur aus Angst immer wieder vermieden wird. Freiheit ist Tatsache, die Frage ist nur, ob wir den Mut haben sie auch zu leben. Wir halten uns selbst in der Eingeschränktheit fest, indem wir für uns Fülle definieren. Nehmen wir die Definition weg, kann Fülle einfach Sein und mehr und mehr erlauben wir, dass sie die Form unseres Seelen-Raums haben darf.

Wir haben Ihn immer dabei, diesen Raum! Und wir Er-Innern und Er-füllen Ihn so, dass er das Zentrum unserer Erfahrung sein wird. Das wird früher oder später so sein, wieviele Erfahrungswelten auch immer wir dafür noch verbrauchen – Zeit ist nur in der Kausalität relevant. Wir werden uns in hunderttausenden von Jahren wieder treffen, wenn wir jetzt nicht den Mut haben, und das Spiel wird von vorne beginnen. Und nur weil das so ist, haben wir die Wahl „Jetzt“ gleich in die Unendlichkeit zu springen.

Die Angst vor dem Fallen wird als die größte Urangst bezeichnet. Indem Moment, indem die ewige Seele in Raum und Zeit eintritt, tritt aus der ewigen Bewegung heraus das Gefühl von Fallen auf, bis wir in der körperlichen Gebundenheit gelandet sind. Wollen wir zurück in die Erfahrbarkeit des seelischen Seins, diesmal im materiellen Körper, werden wir auch dieser letzten Angst begegnen und wir werden fühlend fallen – in „Gottes Hand.“

Wie immer stellt sich natürlich die Frage, was man damit jetzt im Alltag anfangen kann. Klingt ja alles super, aber was mach ich dann mit meinem Terminkalender und den Rechnungen auf dem Schreibtisch?
Die Antwort steht schon ganz oben: Immer wenn wir uns von den Erfahrungen die wir machen im Herzen berühren lassen, wird eine Schicht des Schleiers gelüftet, der über den Seelen-Raum gelegt wurde.

Mit anderen Worten: Am besten keiner Erfahrung aus dem Weg gehen und nicht, wie gewohnt, mit zusammengebissenen Zähnen und angehaltener Luft „durch“, sondern jede Erfahrung das Herz berühren lassen, auch wenn wir das Gefühl haben, dass es uns das Herz aus dem Leibe reißt. Keine Angst vor Verletzlichkeit – denn am Ende ist es die Verletzlichkeit, die uns unantastbar macht, die uns Immunität verleiht und uns schützt.

Er-Innere Dich – die Seele ist Ewig!

Wie immer freue ich mich über Austausch und Kommentare!

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Unbeantwortete Frage

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Wir bewegen uns auf eine neue Zeit zu, ob wir das annehmen wollen oder nicht. Neu heißt auch tatsächlich neu - also sie kommt aus dem Unbekannten (Gott sei dank) und sie geht ins Unbekannte. Alles was wir kennen, hat auf eine bestimmte Weise ausgedient und wird an vielen Stellen schon als endlich durchschaut… an anderen Stellen aber noch nicht! ...
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