Realitäts-Check

von 09.09.2018Wandel1 Kommentar

Natürlich ist das, was wir sehen und wahrnehmen die Realität. Oder??

Ich will gar nicht in die philosophische Diskussion einsteigen, die die Menschheit wahrscheinlich schon so lange beschäftigt, wie sie selbst existiert… nur dass es vielleicht Zeiten gab, in denen man sich klarer darüber wahr, was Realität eigentlich ist.

Ich möchte von meinen Bildern erzählen, die mir geschenkt werden, wenn jemand eine Frage stellt. Und auch das ist keine neue Definition von Realität, sondern ein weiteres Puzzle-Teilchen, das Anregung sein kann, die Dinge die wir wahrnehmen, anders zu betrachten.

Die Überschrift ist mir begegnet im Zusammenhang mit dem „Wach-Träumen“, also dem Träumen in vollem Bewusstsein indem man definitiv in andere Realitäten einsteigt, um Zusammenhänge und Hinweise aus dem Unbewussten abzufragen. In der Zeit, in der ich mich damit beschäftigt habe, kam in mir irgendwann die Frage auf, was denn eigentlich Traum und was Wirklichkeit ist.

„Wirklichkeit“
Wieder ein neues Wort in diesem Zusammenhang, das in meinen Augen hilft, der Sache weiter auf die Spur zu kommen.

Aus dem Lateinischen übersetzt ist „realitas“ die Wirklichkeit, abgeleitet von „res“: Sache – Ding – Wesen. Das hat mir mit meiner Frage oben gut weitergeholfen, denn zum einen klingt für mich in dem Wort Wirklichkeit das Wort Wirken so stark heraus, dass es mir schwerfällt es zu überhören und zum anderen hat mich die Aufreihung von „Sache – Ding – Wesen“ nachhaltig in meiner Wahrnehmung beeinflusst. Denn die Sachen und Dinge sind Wesen und können somit befragt werden – Also man kann mit ihnen in Kontakt treten.

Den Versuch wach-zu-träumen fand ich immer furchtbar anstrengend, weil das Bewusstsein in einem gewissen Zustand gehalten werden muss, der sehr leicht irritierbar ist – am ehesten über Emotionen und Gefühle. Was aber in mir übrig blieb war diese Fragestellung im „Realitäts-Check“, die dazu dient herauszufinden, auf welcher Ebene das Bewusstsein sich gerade befindet.

Ich fand heraus, dass ich garnicht „träumen“ muss um diese unterschiedlichen Realitäts-Welten zu bereisen, sondern, dass ich einfach nur meine Aufmerksamkeit dorthin lenken muss… Ab da wird die Welt wirklich spannend, weil das, was wir als Realität bezeichnen, ist ein so aufregendes Strickmuster aus unterschiedlichen „Erlebnis- und Erfahrungs-Welten“ die ineinander wirken, dass es mich nicht wundert, wenn man sich am Ende nicht mehr auskennt.

Für mich hat dieser Begriff: „Realitätscheck“ eine einzigartige Funktion: Er bringt mich in die Wirklichkeit, in den leeren Raum, der mir möglich macht, das Wirken und Walten der unterschiedlichen Welten aus einer Beobachter-Position zu betrachten. Allerdings mit Besonderheiten! Zum Einen ist mein Gefühls-Leben voll und ganz beteiligt und dient mir sozusagen als Navigation, um Wirk-lichkeit von Täuschung zu unterscheiden und zum Anderen läuft dieser Zustand parallel zum Wachbewusstsein und ist überall auf der Welt in jeder erdenklichen Umgebung abrufbar! Am liebsten am Küchentisch – bei wem auch immer, weil es da immer eine gelöste und oft wenig kontrollierte Stimmung gibt… und weil da gerne mal so philosophische Fragestellungen aufkommen wie: „Was ist eigentlich Realität?“… Wo eine Frage, da eine Antwort… ;o)

In der Disco
Wie dieses schöne Wort Wirklichkeit ja schon sagt, wirken in unserer „Realität“ immer unterschiedliche Welten zusammen und erzeugen eine bestimmte Erfahrung – also wieder eine neue Welt.

Am Nachhaltigsten hab ich das einmal in einer Disco erlebt, wo – weil ich mich langweilte und ich in die Leere stürzte – plötzlich diese Welten-Räume sichtbar wurden und ich sofort auf dem Schirm hatte, wer gerade wen attraktiv findet, wo Unmöglichkeiten auftauchten und warum sie auftauchten. Das war so eine wunderbar bunte Vermischung von Vergangenheiten, Sehnsüchten und Reaktionen in diesen Erfahrungswelten, dass man sich tatsächlich fragen kann, ob es eine Wahl gibt im eigenen Leben. (Gibt es definitiv – aber dazu später.)

Also zum Einen gibt es innerhalb des Erfahrungsraums eines Menschen unterschiedliche Welten: Ganz vereinfacht dargestellt ist das die Vergangenheit – also die in der Kindheit definierten Wahrheiten und Überlebens-Strategien, dann sind es die Sehnsüchte, die Wünsche und Träume, die man in die Realität holen will und dann gibt es noch Aufgabenstellungen, die dafür sorgen, dass bestimmte Erfahrungen nicht vermieden werden können. Weit gereiste Seelen haben dann einen oft noch leeren oder nur dünn angelegten Welten-Raum, in dem das Seelen-Potential zum Ausdruck kommen will.

Das ist eine sehr rudimentäre Darstellung, weil natürlich diese Welten so individuell sind wie die dazugehörigen Menschen und sich unterschiedlichste Erfahrungsräume vermischen können.
Es wird damit manchmal schwer, die nötige Klarheit zu behalten.

Zu allem Überdruss sind wir ja auch nicht alleine auf der „Welt“ und so interagieren ganz persönliche Welten miteinander und jeder interpretiert die Geschehnisse aus seinem eigenen Erfahrungsraum…
Dann mischen sich all zu oft noch sogenannte „vergangene Leben“ mit hinein, die in meinen Augen existierende Parallelwelten sind, um die Verwirrung komplett zu machen.

Und noch einen oben drauf gesetzt, sind wir alle Wesen der Natur, also Teil eines größeren Ganzen und damit in unserer körperlichen Darstellung alles andere als frei…. erstmal!

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Und was bitte ist da jetzt Realität?
Ein Beispiel: Ich nehme noch einmal die Disco die ich oben schon erwähnt hatte! Was mir am stärksten auffiel, war die Interaktion von zwei Jungs und einem Mädchen. Das fiel mir deswegen sofort auf, weil das auch das Mädchen meiner Wahl gewesen wäre, ich aber irgendwie die Unmöglichkeit spürte und deshalb erst einmal in der Beobachtung war. (Selbstredend war das als 18-jähriger auch meine Erfahrungs-Welt die da ausgelöst wurde).

Es gab eine Attraktion von dem einen Jungen zu dem Mädchen und eine von dem Mädchen zu dem anderen Jungen. Der andere Junge antwortete durchaus auf die Signale des Mädchens, war aber gleichzeitig noch nach Außen orientiert, also am abchecken aller verfügbaren Möglichkeiten. Das Mädchen war an dem ersten Jungen nicht interessiert, aber um sich selbst interessant zu machen, nutzte das Mädchen die Signale des ersten Jungen und fing an zu flirten – aber nur um die Aufmerksamkeit des anderen Jungen auf sich zu ziehen….

Ich spar mir jetzt das bis ins Detail auszubreiten, aber durch dieses „Täuschungsmanöver“ des Mädchens wurden die Geschichten (also Vergangenheiten) aller Drei ausgelöst und es gab ein wildes Verwirrspiel, indem nur noch die Impulse aus den vergangenen Unmöglichkeiten wirksam waren und es kreierten sich neue Welten die viel von Sehnsucht und Unerreichbarkeit erzählten.

Also innerhalb des gemeinsamen Raums (Disco) gab es Anziehungen die nicht zur Wirkung kamen, weil manipulativ in das Spiel eingegriffen wurde – motiviert aus vergangenen Erfahrungen. Dadurch überschneiden sich die Welten und die Erfahrungsräume sind bruchstückhaft aus der Vergangenheit und aus dem, was der gemeinsame Raum zur Verfügung stellt, zusammengesetzt. Über dieses Splitterwerk wird Ent-Täuschung erzeugt, damit die Energien wieder frei fließen können. Wenn dann die Beteiligten inzwischen nach Hause gegangen sind -was in diesem Beispiel der Fall war- bleibt eine angelegte Begegnung ungelebt und ein Gefühl von Leere bleibt zurück… was wiederum der Raum der Wirk-lichkeit ist.

Es gibt so viele Spielarten, von denen das oben Genannte nur ein Beispiel ist! Wichtig ist dabei, dass das, was wir erleben oft eine Mischung ist aus unseren Erlebnis- und Erfahrungswelten und den angelegten Möglichkeiten, weil wir plötzlich durch irgendwelche Trigger-Punkte diese Welten öffnen und Fragmente daraus in das Jetzt mit einbauen.

Wie geht man jetzt damit um? – Gibt es da überhaupt ein Entkommen?
Realitäts-Check! – ist für mich da das Zauberwort. Das ist mein Wort, jedes andere mit gleicher Intention dient genauso gut: Es ist die einfache Frage: was wirkt gerade! Es ist die Frage nach der „Wirk-lichkeit“. Es ist das unmittelbare Jetzt, ein leerer Raum, in dem ich beobachtend zur Seite treten kann um unterscheiden zu lernen, woher die Impulse und Verursachung gerade kommen.

Dann fangen wir auch an, eine Wahl zu haben – nur sinkt das Interesse daran mit der auftauchenden Möglichkeit!

Also wieder ist die Sache ganz einfach: Ich trete einen Schritt zurück, stelle eine Frage, (- die ich nicht im Kopf beantworte) und sehe klar. Jedem ist das zugänglich, wenn man sich nicht von der emotionalen Dramaturgie mitreißen lässt (- so wie oben beschrieben in den „Wach-Träumen“…)
Sollte es doch wieder passieren, was auf unserer Reise wahrscheinlich hunderttausendfach passieren wird, dann gibts nur wieder eins:

Realitäts-Chääck! ;o)

Interessant wird es dann, wenn man anfängt, die Welt nach seinen Wünschen manifestieren zu wollen – das funktioniert nur, wenn man die oben beschriebene Unterscheidungsfähigkeit entwickelt hat – sonst gibt es ein heilloses Welten-Splitterwerk… Aber das würde hier zu weit führen und wird wieder ein anderer Artikel.

Was ist Eure Erfahrung? Gerne höre ich Kommentare zu diesem Artikel…

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Wir bewegen uns auf eine neue Zeit zu, ob wir das annehmen wollen oder nicht. Neu heißt auch tatsächlich neu - also sie kommt aus dem Unbekannten (Gott sei dank) und sie geht ins Unbekannte. Alles was wir kennen, hat auf eine bestimmte Weise ausgedient und wird an vielen Stellen schon als endlich durchschaut… an anderen Stellen aber noch nicht! ...
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