die Menschen sollten sich mit ihrer Scheiße beschäftigen…

von 15.07.2018Wandel0 Kommentare

Das würde die Welt in kurzer Zeit nachhaltig verändern.
Aber dieses Thema ist ein Tabu-Thema und wird hinter verschlossener Tür mit Wasser hinunter gespült. So wird eine persönliche Aufgabenstellung zum kollektiven Problem….

Uups

Scheiße …dieses Wort hätte ich garnicht „in den Mund nehmen“ dürfen, „das sagt man nicht“ und doch ist es an dieser Stelle seehr passend, weil unterschiedlichste Zusammenhänge damit aufgedeckt werden – aber ist das nicht immer so mit den Tabus? Werden nicht immer dahinter prekäre Themen versteckt, mit Moral belegt und damit in die Unantastbarkeit verschoben?

Also mal ganz praktisch:
es geht um die Gesundheit des Menschen – ein persönlicher „Mehr-Wert“, der zumindest genug Motivation sein sollte sich damit so zu beschäftigen, dass es auch Konsequenzen im Verhalten hat. Es geht um Selbsterhalt und es ist nur dem Menschen eigen, dies auf so nachhaltige Weise zu ignorieren (da kann man sehen, dass der Mensch zumindest an dieser Stelle uneingeschränkt nachhaltig sein kann).

Dass die Gesundheit / Krankheit aus dem Darm kommt, könnte sich inzwischen herumgesprochen haben. Es gibt genügend Bücher darüber, die das auf wissenschaftlich oder witzige, auf sarkastische oder polemische oder einfach auf sehr fundierte Weise darstellen. Wer Interesse daran hat wird auf jeden Fall Inhalt dazu finden. Denn nur, wer weiß was er tut, kann tun was er will….

Hier möchte ich niemanden mit meinem gefährlichen Halbwissen langweilen. Worum es mir geht ist die Frage: warum sind das persönliche Wohlgefühl, die Lebendigkeit und Vitalität nicht Grund genug, etwas im Leben zu verändern.

Weil es keine Ernährungsfrage ist, sondern eine Frage der Haltung.

Und schon stecken wir ganz tief drin in der Scheiße, weil sich damit unser all-tägliches Tun aufrollt und am Ende eine Frage übrig bleibt, die wir gelernt haben zu vermeiden:
Wovor hast Du Angst?

Ein Beispiel:

Die Süssigkeiten. Kennt wahrscheinlich jeder, oder? Es gibt Zusammenhänge in denen der Körper auf eine Art nach Süßem zu verlangen scheint, dass man meinen könnte, er braucht das.

„Ich komme von der Arbeit nach Hause, 16.30 Uhr wie jeden Tag. Hab mir wie gewohnt ein Stück Kuchen mitgebracht und freue mich auf meinen täglichen Kaffee mit Kuchen, als Belohnung für den „harten“ Arbeitstag…. Ich ignoriere für eine halbe Stunde, dass ich eigentlich abnehmen wollte und nehme mir vor, morgen im Fitness-Studio statt 10 Minuten 20 auf dem Laufband zu sein. Das alles überlege ich mir, während ich diese süße, weiche Köstlichkeit meinen Hals hinuntergleiten lasse.“

Vielleicht an den Haaren herbeigezogen, oder kennt das jemand? Jeder auf seine Weise?!

Wenn man das aus der Sicht der Ernährung betrachtet, wird man feststellen, dass es der „böse“ Zucker ist, der die Speckröllchen verursacht und man wird auf der „Guten-Vorsätze-Liste“ „kein Zucker mehr“ eintragen. Also Vermeidung.

Das funktioniert nicht, weil mein tägliches Stück Kuchen die „Süße im Leben“ ersetzt, die ich – im oben genannten Beispiel – 8 Std. am Tag mir nicht gönnen konnte. Ich musste ja arbeiten, um…. mir am Ende den Kuchen kaufen zu können.

Ein ewiger Teufelskreis, der im Grunde nur damit beendet werden kann diesen „zehrenden“ Job zu kündigen! Und jetzt noch einmal die Frage: Wovor hast Du Angst?!

Gibt das ein bisschen das Gefühl dafür, worüber ich da spreche? „Nicht versorgt sein“ vielleicht? Angst um’s Überleben? Wie wäre es, wenn ich einfach in den Tag hinein lebe wie ein Kind, dem „Müßiggang“ Raum gebe, um herauszufinden was sich durch mich ausdrücken möchte…?

Was ist dann mit all den Verbindlichkeiten und Abhängigkeiten die ich selber erzeugt habe, was ist mit der Verantwortung die ich trage für meine Liebsten etc.

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Vom Magen und Darm aus betrachtet:

Wenn man genau hin fühlt, dann wird man vielleicht feststellen, dass der Kuchen eine halbe Stunde nachdem er in den Magen geplumpst ist, eine leichte Übelkeit oder sogar Sodbrennen verursacht – macht nix, spüle ich einfach mit dem letzten Schluck Kaffee hinunter – und noch eine halbe Stunde später Blähungen…. aber die sind doch ganz normal, wenn man irgendetwas gegessen hat – oder?! Wenn man dann noch mit in Betracht zieht, dass der Zucker die Fäulnis im Darm begünstigt, (das ist das, was bei den Blähungen unangenehm riecht) …und in Verbindung mit schleimbildenden Substanzen (wo der Zucker auch dazugehört) Schlacken im Darm bildet, die den Darm versotten …und es ihm schwer bis unmöglich macht, Nährstoffe aufzunehmen …und die Entleerung dann zäh bis verstopft oder dünn bis wässrig ist …und „Mittel“ eingenommen werden, die das regulieren und damit unsere Hinterlassenschaft zum Sondermüll wird …und mit Wasser weggespült wird, weil es sonst stinkt, womit wir dann aus dem natürlichen Kreislauf fallen und der Erde, der wir die Nahrung entnommen haben, nichts als Müll zurückgeben können! …und wenn man dann noch hinzufügt, dass wir wegen dem versotteten Darm und der mangelnden Nahrungsaufnahme ungefähr dreimal soviel essen wie nötig, damit wieder die Fettablagerung (ein Reparatur-Programm des Körpers um Vergiftung zu vermeiden) begünstigt wird und das Abnehmen nochmal weniger funktioniert….

….dann wird man feststellen, dass die Kosten unglaublich groß sind für diese Vermeidungsstrategie „Stück-Kuchen-für-Süße-im-Leben“ und wir mit dem „Sondermüll“ das Problem auf die kollektive Ebene verschieben.

Eigentlich signalisiert der Körper: „da passt was nicht“ und wieder eigentlich ist dieses Stück Kuchen und diese halbe Stunde all zu schnell vorbei und nochmal eigentlich kostet mich dieses Stück Kuchen meine Gesundheit – eine viel zu große Investition um diese drängenden Fragen zu vermeiden: was machst Du da eigentlich? – warum änderst Du das nicht? – wovor hast Du Angst?

Das Beste zum Schluss:

Hat sich eigentlich irgend jemand schon mal gefragt, warum wir trotz all der Darmversottung und Selbstvergiftung, trotz all der Chemie und den künstlichen Hormonen in uns, trotz all der Antibiotika die all die hilfreichen Organismen vernichten immer noch am Leben sind?

Kann es sein, dass wir einfach genährt sind, dass es eine Quelle gibt die uns versorgt, obwohl wir alles dafür tun dieses Gleichgewicht zu stören? Kann es sein, dass es eine Form von liebender Geduld gibt, die uns bis heute hat überleben lassen? Warum sind wir noch im Spiel, wenn wir schon so lange die Spielregeln mißachten?

Wenn ich dann noch einmal auf die Ängste schau, die ich oben formuliert habe: „Nicht versorgt sein“, „Angst um´s Überleben“,  …sind die nicht völlig haltlos, wenn wir leben, obwohl wir mit allen Kräften gegen das Gleichgewicht angehen das uns erhält?

Das könnte ein Ergebnis sein, wenn wir uns mit unserer Scheiße beschäftigen: Wir erkennen, dass wir jederzeit genährt sind!

…und können den Wahnsinn den wir um dieses Thema gestalten, einfach mal lassen….

Die Frage die dann noch übrig bleibt, könnte dann tatsächlich heißen: „Was nährt mich“?! Welche Ausdrucksform läßt in mir Energie ins fließen bringen, so dass ich nicht mehr nach Kuchen fragen muss… Wo sind die Grenzen, die ich einfordern darf, um mein System im Gleichgewicht zu halten und: Was möchte ich brauchen, um Freude in mein Leben zu bringen?!

Es kann nämlich durchaus mal ein Stück Kuchen sein ;o)

Guten Appetit!

Ich biete mediale Einzelsitzungen an...

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Wir bewegen uns auf eine neue Zeit zu, ob wir das annehmen wollen oder nicht. Neu heißt auch tatsächlich neu - also sie kommt aus dem Unbekannten (Gott sei dank) und sie geht ins Unbekannte. Alles was wir kennen, hat auf eine bestimmte Weise ausgedient und wird an vielen Stellen schon als endlich durchschaut… an anderen Stellen aber noch nicht! ...
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