Ab durch die Mitte…

von | 20.01.2019 | Wandel | 0 Kommentare

Spannende Zeiten, nicht wahr. Alles deutet daraufhin, dass Wandel geschieht, wir uns auf eine neue Zeit zu bewegen, über deren Inhalt viel spekuliert und diskutiert oder deren Existenz gänzlich ignoriert wird. Ausdruck von Verunsicherung die man mit Oberflächlichkeit, chilligem Vergnügen oder esoterischer Rechthaberei und Harmoniesucht zu verstecken versucht.

Beleuchten
Ist nicht der Ausdruck der Jugend gezeichnet von genau jener Oberflächlichkeit? Chillen ist das geläufige Wort für eine lethargische Art von Langeweile die mit Hilfe von Drogen und Alkohol interessant gemacht werden soll um ein vermeintliches Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen. Es liegt mir fern dieses Bedürfnis nach Entspanntheit zu kritisieren, vielmehr liegt mir daran mit dem Scheinwerfer zu beleuchten was sich dahinter verbirgt.

Krisis
Astrologisch betrachtet deuten die Konstellationen ebenso auf einen Zeitenwandel hin, auf Kriesensituationen und Revolutionen, auf Paradigmenwechsel und ein neues Zeitalter.
Betrachtet man die Polaritäten der Sternqualitäten so könnte man auf die Idee kommen, dass wir Menschen einen Fehler gemacht und uns auf die “negative” Seite geschlagen haben also uns der Egomanie, betrügerischer Selbstsucht und zielorientiertem Erfolgsstreben hingegeben haben was unweigerlich in die Krise führen muss… doch die soll um jeden Preis vermieden werden.

Entscheidung
“Krisis” heißt nichts anderes als Entscheidung und zwar nicht wie fälschlich angenommen zwischen den beiden Polaritäten, sondern für die dritte Position auf die durch ein gegensatzpaar hingewiesen wird und die so selbstverständlich ist, dass sie kaum wahrnehmbar ist: Die Mitte!

Mitte
Das Spiel der Polaritäten, von Manifestation und Zerstörung, von Lethargie und Erneuerung, von Liebe und Selbstsucht dient also, egal welche Erscheinungsform es gerade hat einzig und allein der erlebten Mitte, der Vereinigung der Polaritäten.
Die Sehnsucht nach chilligem Vergnügen ist also nichts anderes als die Sehnsucht nach der Mitte, der Korken der auf dem Wasser treibt, das Entspannen aus dem zielorientierten Stressverhalten, das Anhalten aus unserem ständigen Flüchten in ein neues Ziel.

Oberfläche
Das Problem dabei ist die Oberfläche. Der Korken treibt und die Erfahrung Wasser wird langweilig weil der Korken niemals die Tiefen des Meeres erkunden kann. So kommen Drogen ins Spiel, durch die man die Ebenen wechselt und Einblicke bekommt in das Mysterium Wasser. Wacht man auf aus dem Rausch so erkennt man sich als immer noch treibend auf der Oberfläche mit einer schalen Erinnerung an das Ersehnte das weit in die Ferne gerückt scheint.

Sucht – Suchen
Das ist der Ursprung von Sucht, von dem Verlangen nach dem Hilfsmittel, das in diesem Zusammenhang, die einzige Möglichkeit scheint, der Wirklichkeit, der Tiefe zu begegnen. Ob das Marihuana oder Meditation, Speed oder Channeling, Esoterik oder Erfolg heißt ist egal, es sind alles Hilfsmittel.

Spiel
Das Leben selbst weißt uns den Weg, lässt uns die eine und die andere Seite der Polaritäten erleben um uns in der Mitte wieder zu finden, dem Tor in die Tiefe des Meeres – um bei diesem Bild zu bleiben – dem Moment der Wirklichkeit, in dem Entscheidung nicht mehr existiert…. völlig ohne Drogen.
Wir haben eine lange Geschichte von der die Geschichtsschreibung nur einen Bruchteil davon aufzeichnet. Aber allein dieser Bruchteil würde schon reichen um zu erkennen dass das Spiel der Polaritäten eben ein Spiel ist und keine Lösung hat.

Selbstverständlich
Also, egal wie die Welt im Moment erscheint, mit all den Krisen, Veränderungen und Katastrophen, es ist nicht der falsche Weg, nicht das verpasste Paradies, sondern nur die eine notwendige Seite der Polarität um die Ganzheit zu beschreiben. Die andere Seite des Ganzen ist die “bessere Welt”, Harmonie und positives Denken. Die Suche nach dem Paradies hat schon immer die Hölle erzeugt und die durchlebte Hölle schon immer endliche, paradiesische Zustände. Pendelbewegungen die immer auf das gleiche hindeuten: die Mitte. in der durch die Gleichzeitigkeit der Polaritäten, durch gelebte Klarheit Frieden und Freude, Harmonie und Liebe selbstverständlich sind.

Selbstverständnis
Es braucht Mut und Bereitschaft die sichere Position des Korkens auf der Oberfläche des Wassers loszulassen und einzutauchen in die Tiefe der Wirklichkeit, weil wir Wassertropfen sind die glauben Korken zu sein, die sich nach dem Meer sehnen, aber Angst davor haben sich in sich selbst aufzulösen.

In diesem Sinne: Ab durch die Mitte, es ist an der Zeit!

Herzlich
Christian

Mediale Einzelsitzung

> Entscheidung für die Dritte Position – die Mitte…
> die Bereitschaft, sich in sich selbst aufzulösen…
> es braucht Mut, immer wieder in die Tiefe zu gehen…

 

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